Erfolgreiche Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin

Erfolgreiche Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin

Vor kurzem hat Bettina Klösch die Ausbildung „Fachsozialbetreuerin mit dem Ausbildungsschwerpunkt Altenarbeit“ an der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Innsbruck erfolgreich abgeschlossen. Ihre Projektarbeit „Handwerkliches Arbeiten mit Männern im Pflegeheim“ hat bleibende Spuren im Heimgarten hinterlassen.

Bettina Klösch ist seit Jahren im Aktivierungsteam des Pflegeheims Scheffau tätig. Dabei fiel ihr auf, dass die Beschäftigungsangebote für die HeimbewohnerInnen, wie Handarbeit, Malen, Basteln mit Blumen etc. meist auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind. Für ihre Facharbeit wollte sie sich ursprünglich mit einem Bewohner des Hauses auseinandersetzen, der aufgrund einer leichten Mischdemenz immer in Tatendrang ist und laufend nach Beschäftigung, vor allem mit Holz, sucht. Um auch andere Männer mehr in die Aktivierungsaktivitäten miteinzubeziehen, entschied sie sich schlussendlich dafür, eine eigene Arbeitsgruppe mit ihnen zu organisieren.

Sinnvolles schaffen

Ziel war es, dass diese Bewohner mit ihrem handwerklichen Schaffen ein nachhaltiges, sinnvolles und bleibendes Produkt entstehen lassen. Nach gemeinsamer Beratung in der Gruppe fiel die Entscheidung auf eine „Blumenwand der Sinne“, die nun den Garten auf der Rückseite des Hauses ziert. Wie der Name bereits erahnen lässt, sollen damit die Sinne aller BewohnerInnen angesprochen werden: SEHEN (Bunte Kisten, Blumen, Holzgestell), FÜHLEN (Holz, Metall, Pflanzen), RIECHEN (verschiedene Äste, Blumen), HÖREN (Klangspiel) und SCHMECKEN (Kräuter und essbare Blumen).

Stärkung des Selbstwertgefühls

Über mehrere Wochen arbeiteten die drei Bewohner des Hauses – unter Anleitung von Bettina Klösch, aber doch recht selbständig – an diesem Projekt, wodurch sich in der Gruppe ein richtiges Gemeinschaftsgefühl entwickelte. Ob Blumenkästen zimmern, bemalen, bepflanzen oder Aufstellen des Grundgestells usw., die Motivation war ungebremst. Durch das nachhaltige und von Erfolg gekennzeichnete Arbeiten wurde zugleich das Selbstbewusstsein der Männer gestärkt, wozu noch zusätzlich die große Bestätigung und Anerkennung von Seiten anderer HeimbewohnerInnen und -mitarbeite-rInnen beitrug.

Weitere Projekte

„Die drei Bewohner hatten sehr viel Spaß an der gemeinsamen Arbeit und äußerten bereits Ideen für weitere Projekte. Deshalb würde ich mich sehr darüber freuen, wenn wir künftig öfter Gruppenaktivitäten mit Männern abhalten könnten“, äußert Bettina Klösch hoffnungsvoll, denn ihre persönliche Erkenntnis aus dieser Arbeit ist, dass kreatives Schaffen den Zusammenhalt fördert, die körperlichen Ressourcen stärkt und der soziale Kontakt untereinander gesteigert wird.

Nach dieser Ausbildung, die sie berufsbegleitend über vier Semester absolviert hat, beginnt Bettina Klösch im Herbst mit der einjährigen Vollzeitausbildung zur Diplomfachsozialbetreuerin für Altenarbeit, wofür wir ihr viel Glück wünschen.

 

Bild: Bettina Klösch

26.07.2021