Ehrenamt im Pflegeheim Scheffau

Besuchsdienst des Roten Kreuzes

Die Ortsstelle Sölllandl des Roten Kreuzes hat einen Besuchsdienst ins Leben gerufen, der dreimal wöchentlich (Montag, Mittwoch, Freitag) ins Heim kommt und mit den BewohnerInnen spazieren geht, spielt oder ihnen ganz einfach zuhört.

Die Ehrenamtlichen erhalten vom Roten Kreuz für diese Tätigkeit eine entsprechende Ausbildung. Die Leitung des Besuchsdienstes (Frau Zott) teilt jeweils zwei Ehrenamtliche für den Besuchsdienst ein. Diese sogenannte „Frischluftzeit” dauert von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr und ist zeitlich mit der Pflege abgestimmt. Die Ehrenamtlichen sind auch angehalten, beim Pflegepersonal nachzufragen, ob es BewohnerInnen gibt, die am jeweiligen Besuchstag besonderen Zuspruch brauchen oder unbedingt an die frische Luft wollen.

Von Seiten des Gemeindeverbandes wurden drei elektrische Rollstühle angeschafft, um die Spaziergänge mit den BewohnerInnen zu erleichtern.

 

Ein Teil der ehrenamtlichen Besucherinnen - v. l. hinten: Maria Seywald, Daniela Mayerl, Maria Rabl, Christine Zott, Anni Treichl, Maria Alber, Elfi Haselsberger, Heidi Wolf; vorne: Christl Schild, Ilse Cvorovic, Emmi Widl

Das Heimcafé

Das Heimcafé im Erdgeschoß unseres Hauses ist täglich von 13:00 Uhr – 17:00 Uhr geöffnet und wird ausschließlich von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen betrieben. Seit der Neueröffnung dieser Einrichtung sind ca. 45 Ehrenamtliche im Einsatz, die von der Heimleitung eine Einteilung für sechs Monate im Voraus erhalten.

 

Hauptaugenmerk des Heimcafés ist nicht die Wirtschaftlichkeit, sondern die Schaffung eines zusätzlichen sozialen Angebots für die HeimbewohnerInnen und BesucherInnen. Es handelt sich hierbei um keine öffentliche Lokalität.

 

Alle ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind hinsichtlich der Hygienevorschriften entsprechend geschult und müssen ebenso eine Erklärung hinsichtlich der Datenschutzgrundverordnung unterfertigen. Die konkreten Abläufe sind in einer eigenen im Heimcafé aufliegenden Mappe angeführt.

Malen mit Anleitung

Frau Elfriede Haselsberger aus Ellmau organisiert regelmäßig das „Malen mit Anleitung”.

Dafür wird der Therapieraum im 1. Stock des Hauses zur Verfügung gestellt. Die Utensilien und Werkzeuge werden von Frau Haselsberger angeschafft und vom Heim finanziert.

Besonders schön ist es, wenn selbst gemalte „Kunstwerke” der BewohnerInnen dann im Haus ausgestellt werden können.

Singrunde

Jeden Dienstag um 9.30 Uhr trifft sich eine Gruppe Ehrenamtlicher in der Stube im 2. Stock, um mit den HeimbewohnerInnen, zumeist mit Gitarrenbegleitung, zu singen. Zu diesem Zweck wurden eigene Liedmappen

erstellt, die laufend ergänzt werden und vor dem Singen

an alle SängerInnen verteilt werden. Auf die musikalischen Wünsche der BewohnerInnen – alte Volkslieder sind zum Beispiel sehr beliebt – wird natürlich entsprechend Rücksicht genommen.

 

V. l. Elisabeth Grander, Marianne Sandbichler, Maria Folie, Heimbewohnerin Hilda Neureiter, Heidi Wolf und Brigitte Zohner

 

 

Besuch von Lotti

Nachdem ihr Therapiehund Tade, mit dem sie seit Jahren regelmäßig zu Besuch im Pflegeheim Scheffau war, leider verstorben ist,  lässt Ursula Aspmair aus Söll derzeit ihre Hündin Lotti ebenfalls zum Therapiehund ausbilden. Im Zuge dessen darf die verspielte Hundedame bereits jetzt für Abwechlung im Heimalltag unserer tierliebenden BewohnerInnen sorgen, die diese Besuche stets sehnsüchtig erwarten.

 

Studien ergaben, dass SeniorInnen im Pflegeheim, die regelmäßig Kontakt zu einem Therapiehund hatten, sich weniger einsam fühlen und allgemein ausgeglichener und entspannter sind. Um einen solchen Besuchsdienst zu ermöglichen, gelten strenge Richtlinien. Jährlich muss der Heim- oder Pflegedienstleitung eine Ausbildungsbestätigung des Hundes („Therapiehund-Team- Ausweis”) vorgelegt werden, da diese immer nur ein Jahr gültig ist. Der Hund wird im Haus von einer Pflegeperson begleitet, und die BewohnerInnen werden natürlich vorher gefragt, ob ein Besuch des Tieres in ihrem Zimmer erwünscht ist.

Vorlesestunde

Wöchentlich am Donnerstag kommt eine Gruppe von Ehrenamtlichen ins Haus, um den BewohnerInnen im Atrium Texte und Geschichten vorzulesen. Dabei wird gerne zwischen der hochdeutschen Sprache und unserem Dialekt abgewechselt. Ein fixer Bestandteil der Vorlesestunde ist zudem, über Begriffe von „damals” zu sprechen bzw. zu diskutieren, was viele Erinnerungen der BewohnerInnen wieder zu Tage treten lässt. Die Vorlesestunde findet immer von 16:00 Uhr – 17:00 Uhr statt.

 

V. l. Elisabeth Ortner, Alexandra Seliger, Josefine Rüßkamp und Regina Schwaighofer

Allgemeines zum Ehrenamt in unserem Haus

Wie kann ich ehrenamtlich tätig werden?

 

Personen, die eine Ehrenamtstätigkeit im unserem Heim anstreben, können sich bei der Heimleitung melden und einen Gesprächstermin vereinbaren, bei dem die Möglichkeiten des gewünschten Engagements abgeklärt werden.

 

Kontakt: Thomas Einwaller, Heimleitung – Tel. 05358/8134-70

Begleitung bei Ausflügen

Ergänzend zu den hier angeführten ehrenamtlichen Tätigkeiten stellen sich auch immer wieder freiwillige HelferInnen für unsere BewohnerInnenausflüge zur Verfügung. Gerade die Tatsache, dass für jede/n RollstuhlfahrerIn eine eigene Begleitung vorhanden sein muss, macht die Teilnahme der Ehrenamtlichen umso wichtiger.

 

Bekanntmachung der Aktivierungen

Die Bekanntgabe der angebotenen Aktivierungen findet auf dem öffentlich ausgehängten Aktivierungsplan in Heim statt.

 

 

Ehrenamtsabend

Einmal jährlich werden alle ehrenamtlich im Pflegeheim Scheffau tätigen MitarbeiterInnen zu einem gemeinsamen Abendessen im Haus eingeladen. Dort wird ihnen von Seiten des Gemeindeverbandes und der Heimleitung für ihr freiwilliges Engagement gedankt.

 

Versicherung

Die Anzahl der Ehrenamtlichen wird dem Land Tirol jährlich übermittelt, um einen entsprechenden Versicherungsschutz (Haftpflicht- und Unfallversicherung) gewährleisten zu können.

Für die Ehrenamtsarbeit im Haus ist der Heimleiter verantwortlich.